Alltagschemikalien, von denen Sie nicht wissen, dass sie schädlich sind: Rost

23/11/2023

Rost (Eisenoxid) ist ein alltäglicher Anblick auf allem, von Metalloberflächen und Möbeln bis hin zu häuslichen Sanitärsystemen. Er erscheint häufig als rotbraune Flocken, die sich während des Oxidationsprozesses bilden. Es mag harmlos oder sogar belanglos erscheinen, aber Rost ist nicht so harmlos, wie es scheint. Unbehandelter Rost kann erhebliche Folgen haben, sowohl im Hinblick auf Sachschäden als auch auf mögliche Gesundheitsrisiken. Hier untersuchen wir die oft übersehenen Auswirkungen von Rost weiter – lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.

Rost ist wissenschaftlich als Eisenoxid bekannt und ist das natürlich vorkommende chemische Produkt von Eisen und Stahl, die mit Sauerstoff und Feuchtigkeit in Kontakt kommen

Chemische Zusammensetzung von Rost

Rost ist wissenschaftlich als Eisenoxid bekannt und ist das natürlich vorkommende chemische Produkt von Eisen und Stahl, die mit Sauerstoff und Feuchtigkeit in Kontakt kommen. Durch die Oxidation der Metalloberfläche entsteht ein rotbrauner Belag, der als Rost bezeichnet wird. Auch wenn die Bedingungen im Freien den Oxidationsprozess begünstigen, kann Rost auch in Innenräumen auftreten, oft versteckt er sich dabei deutlich. Um Rost zu erzeugen, ist lediglich Sauerstoff in Gegenwart von Feuchtigkeit erforderlich.

Schädliche Auswirkungen

Interessanterweise ist Rost nicht nur gefährlich für die menschliche Gesundheit, sondern auch für Schäden an Bauwerken verantwortlich. Werfen wir einen Blick auf die schädlichen Auswirkungen:

Sachschäden

  • Strukturschäden: Immer wenn Rost in die innere Struktur eines Gebäudes oder einer Infrastruktur eindringt, schwächt er das Metall, was zu einer weiteren Schwächung der Metallfestigkeit und zu Strukturversagen führt. Dies ist ein häufiges Problem bei Gebäuden oder Bauwerken, die Wasserlecks oder unbehandelte Feuchtigkeitsansammlungen aufweisen.
  • Geräteverschlechterung:  Die meisten Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler, Waschmaschinen, Warmwasserbereiter usw. bestehen aus Metallkomponenten und neigen mit der Zeit zu rostbedingtem Verschleiß. Sobald sie mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen, verringert sich die Effizienz dieser Geräte, was zu kostspieligen Reparaturen oder sogar einem Austausch führt.
  • Sanitärprobleme: Rost in Rohren ist ein sehr häufiges Problem, das die Wasserqualität und den Wasserdurchfluss beeinträchtigt und häufig kostspielige Reparaturen an den Rohrleitungen erfordert. Rostende Wasserleitungen schaden nicht nur dem Sanitärsystem, sondern auch der Gesundheit des Verbrauchers, sobald der Rost ins Wasser gelangt ist.

Prävention und Minderung

  1. Verzinken: Die Verzinkung dient als Rostschutztechnik und wird entweder durch Feuerverzinkung oder Galvanisierung erreicht. Bei diesem Verfahren wird ein Gegenstand aus Eisen oder Stahl mit einer dünnen Zinkschicht umhüllt. Diese Schicht fungiert als Barriere und verhindert, dass Sauerstoff und Wasser das darunter liegende Metall erreichen. Darüber hinaus fungiert Zink als Opfermetall, da es reaktiver als Eisen ist und bevorzugt oxidiert, um das Eisenobjekt zu schützen.
  2. Verwendung von Corten- oder wetterfestem Stahl: Witterungsbeständiger Stahl, allgemein als „COR-TEN“-Stahl bezeichnet, enthält Legierungselemente wie Chrom, Kupfer, Nickel und Phosphor, die bis zu 21 % seiner Zusammensetzung ausmachen. Diese Legierungen begünstigen die Bildung einer schützenden Rostpatina, die die Korrosionsrate mit der Zeit verringert. Insbesondere ist COR-TEN-Stahl oft kostengünstiger als Edelstahl.
  3. Bläuen: Beim Brünieren werden Stahlteile in eine Lösung aus Kaliumnitrat, Wasser und Natriumhydroxid getaucht, wodurch kleine Stahlteile in geringem Maße vor Rost geschützt werden. Der Begriff „Bläuen“ leitet sich von dem charakteristischen blauschwarzen Aussehen der Lackierung ab, das durch dieses Verfahren erzielt wird. Diese Technik wird häufig bei der Herstellung von Schusswaffen eingesetzt, um ihnen eine gewisse Korrosionsbeständigkeit zu verleihen. Darüber hinaus findet es Anwendung bei der Herstellung feiner Uhren und anderer Metallarbeiten.
  4. Regelmäßige Inspektionen: Routinemäßige Inspektionen von Bauwerken, Geräten und Rohrleitungen können dazu beitragen, rostbedingte Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben und so erhebliche Schäden und Gesundheitsrisiken zu verhindern.
  5. Rostschutzmittel: Um Metalloberflächen vor Rost zu schützen, stehen verschiedene Rostschutzmittel und Beschichtungen zur Verfügung. Diese Produkte bilden eine Barriere zwischen dem Metall und der Umgebung und behindern so den Oxidationsprozess.
  6. Tetanus-Impfung: Für alle, bei denen das Risiko von Stichwunden durch rostige Gegenstände besteht, ist es wichtig, sich über Tetanus-Impfungen auf dem Laufenden zu halten, da dies dazu beitragen kann, einer Tetanus-Infektion vorzubeugen.

Rost ist eine scheinbar harmlose Substanz, der wir in unserem täglichen Leben begegnen. Er ist jedoch nicht so harmlos, wie es scheint. Aufgrund seiner Fähigkeit, Sachschäden zu verursachen, Wasser zu verunreinigen und ein Gesundheitsrisiko darzustellen, stellt es ein größeres Problem dar, als vielen vielleicht bewusst ist. Regelmäßige Wartungs-, Inspektions- und Rostschutzmaßnahmen sind für den Schutz unseres Eigentums und unseres Wohlbefindens unerlässlich. Indem wir über die verborgenen Gefahren von Rost informiert bleiben und proaktive Maßnahmen ergreifen, um diese zu bekämpfen, können wir ein sichereres und gesünderes Wohnumfeld gewährleisten.

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