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Formaldehyd ist eine natürlich vorkommende organische Verbindung mit der chemischen Formel CH₂O. Es ist der einfachste Aldehyd und auch unter dem systematischen Namen Methanal bekannt.
Formaldehyd ist in reiner Form gasförmig, wird aber häufig in flüssiger Form nach Verdünnung mit Wasser verwendet. Es ist eine farblose, leicht entzündliche Flüssigkeit oder ein Gas mit stechendem Geruch, der bereits bei einer Konzentration von 1 ppm (part per million) nachweisbar ist. Formaldehyd ist mischbar mit Wasser, Aceton, Benzol, Diethylether, Chloroform und Ethanol. Es reagiert mit starken Oxidationsmitteln, Basen und Säuren, Phenolen und Harnstoff. Bei Brand entstehen giftige Gase. Formaldehyd ist sehr reaktiv, verbindet sich mit vielen Substanzen und polymerisiert leicht. Angesichts seiner weiten Verbreitung, Toxizität und Flüchtigkeit ist die Belastung mit Formaldehyd ein erhebliches Risiko für die menschliche Gesundheit. 2011 beschrieb das Nationale Toxikologieprogramm der Vereinigten Staaten Formaldehyd als „bekanntes Karzinogen für den Menschen“.[1,2]